Zur Information

PANIKMACHE ODER WAHR - WIE LANGE HALTEN CDs ?
Glasköpfe.
Die Fehler der Tonbandamateure.
In eigener Sache.

...

Eine Meldung schreckte Ende Februar nicht nur
uns   HiFi - Fans   auf :  ,, CD  -  Zerfall    bedroht
Kulturerbe''  war   beim Heise  Online  -  Dienst
zu  lesen. Der Aufschrei  kam  vom  renommier-
ten Deutschen Musikarchiv  in Berlin,  das  seit
1973  von  jedem in Deutschland  verlegten  Ton-
träger  ein  Exemplar für  die  Nachwelt  aufhebt.
Mehr als 373 000 CDs sind bereits im  Bestand.
Den Versprechungen der Industrie, die CDs sei
für  die  Ewigkeit  gemacht,    hatte  Archivleiter
Dr. Ingo Kolasa von Anfang  an misstraut.  Doch
nun hat er bei rund 200 Discs,  die aus der Mitte
der Achtziger stammen,  mit  Hilfe  eines  Mess-
gerätes  tatsächlich  Datenausfälle   nachweisen
können.  Dafür  sind  seiner  Meinung  nach  vor
allem  die  damals  für den Label - Aufdruck  ver-
wendeten Lacke verantwortlich.  Sie  sollen sich
im Laufe der Jahre durch die  Schichten der CD
fressen  und  ihr  schließlich  ihre Reflexionsfä-
higkeit  rauben,   was  das  Auslesen  unmöglich
macht. Aber auch Verschleiß durch die tägliche
Nutzung  setzt  dem  Kolasas Meinung nach nur 
vermeintlich  unkaputtbaren  Tonträger  zu.  So
etwas das Durchbiegen der Scheibe, wenn diese
zu  fest  auf  dem   Fixierdorn  der   Verpackung
steckt.   Es   entstünden  Haarrisse,   durch   die
Feuchtigkeit und Sauerstoff  eindringen  könn-
ten.   Unser Tipp:   Den  Daumen  auf  den  Dorn
legen und  mit  einem  Finger die CD  behutsam
hochziehen,  statt sie  wie  ein Schlüssel durch-
zubiegen,   bis  sie  von  der  Fixierung  springt.
Doch mit solchen  Vorsichtmaßnahmen  alleine
ist es  für  Kolasa  nicht  getan.  Der  sagt  klipp
und klar: ,, Die CD ist viel zu sensibel, um  ewig
halten zu können.'' 
Und  Matthias  Hemmje,  Leiter  des  Lehrgebiets
Multimedia und Internetanwendungen  der  Fern-
universität Hagen,  schlägt  laut Heise Online  in
die selbe Kerbe:,, Unter  idealen Lagerungsbedin-
gungen   gebe   ich   einer   CD  50  bis  80   Jahre
Lebensdauer.'' für uns mag  das  eine  lange  Zeit-
spanne sein,  für Archive  ist  sie  das  eher  nicht.
Deshalb forscht Hemmje im EU - Auftrag seit letz-
tem Jahr an Verfahren,  Daten so zu sichern, dass
sie auch in 100 Jahren noch lesbar sind.
Wesentlich  kürzer  wird  die  nutzungsdauer für
selbstgebrannte CDs veranschlagt. Und in der Tat
klagen   nicht   wenige  Redaktionskollegen,  dass
sich einige CD-R's  vom Ende der  Neunziger oder
sogar   jümgeren   Datums   nicht  mehr  abspielen
lassen.   Auch  STEREO  hat   schon  über  kaputte
CD's   aufgrund   ungeeigneter   Lacke   oder   gar
ominöser  Pilze berichtet.   Das  erste Mal  bereits
in  den  acht-ziger  Jahren,  als  der  Lackfraß  die
Runde machte. Zuletzt   in   Ausgabe   6/2002  mit
Fotos von pilzbefallenen  Discs aus  feuchtwarmen
Ländern.   Für  uns  waren   das  Einzelfälle.   Kein
Grund zur  Panik  also?  Den  Rat Kolasas,  ältere
CD's mit  der Leseseite nach  vorn vor eine starke
Lichquelle  zu   halten,   um  aufgrund  eventueller
Löcher in der Aluschicht Zersetzungen erkennen
zu   können,   sollte  man  mit   Vorsicht   enießen.
Auch    neure   CD's     zeigen    nicht   selten   den
,,Sternenhimmel'',  weil die Aluschicht nicht ganz
gleichmäßig   ist.    Doch  das   juckt   kaum  einen
Player.  Ob  unsere geliebten  Scheiben  in Gefahr
sind,  werden  wir im  Auge  behalten.   Dr. Kolasa
wünscht  sich  ob  des  drohenden Menetekels fast
die Vinylplatte zurück. 
Ein  audiophiler Treppenwitz  der Geschichte?
Verfasser:      Matthias Böde
   

Noch etwas über CD Rohlinge.
Vor  einigen  Tagen  gab  es  in  unserer Tages-
zeitung einen interessanten  Bericht über Halt-
barkeit der Speichermedien.  Eigentlich  wollte
ich  den  Bericht  kopieren, j etzt  finde  ich den
Artikel nicht mehr.  Es gab aber eine Langzeit-
studie einer UNI. Dabei stellte sich heraus, daß
selbstgebrannte  CD - Rohlinge  bei  weitem
nicht  so  lange  halten  wie  angenommen.  Bei
den billigen zeigten sich schon nach  5 Jahren
die  ersten   Fehler,   aber  auch  die   besseren
waren nach 10 Jahren nich t mehr  fehlerfrei.
Auch Festplatten hatten schon nach  8  Jahren
die   ersten   Oberflächenfehler.     Die   neuen
Speichersticks   zeigten   bisher   auch  keine
große Robustheit. Da  die  Digitaltechnik  auf 
kleine  Fehler  weitaus  heftiger  reagiert  als 
die   Analogtechnik,    sollte   man   nach 5 - 8
Jahren jeweils auf neue Träger umkopieren.
DAT Bänder halten weitaus besser, nur nicht
die Geräte. Markenkassetten aus  Rundfunk-
anstalten   zeigten   nach   25  Jahren   kaum
Abnutzungserscheinungen    noch    gab    es
Klangminderungen.  Alte  Studiobänder  von
der   Grammophon   Gesellschaft    aus   dem
Jahre  1952  wurden  überprüft,  die  Bänder
liefen noch einwandfrei, Klangminderungen 
waren nicht zu hören.
Soweit der Bericht.
...
Deshalb  halten  die  Analogen  Bandaufnah-
men von früher, nach 20-40  Jahren immer 
noch besser,  als  Digitale  Speichermedien.
Es  lohnt  sich  in  jedem Fall  seine  Bänder 
auf zubewahren.
Allgemeine Anfrage zur Rettung alter 
Ton-Bänder.
Hallo  Herr  Rohde, 
vielen  Dank  für Ihre Email. Die Reinigung und
thermische Bearbeitung  eignet  sich  hervorra-
gend  zur  Regenerierung  /  Restaurierung  von
Bandmaterial,  das  quietscht  und  schmiert.
Allerdings wirkt die Behandlung  nur  temporär.
Nach ca. 3 Wochen wird das Band wieder klebrig.
Deshalb eignet sich meine Behandlungsmethode,
die ich an der FH Köln entwickelt habe,  lediglich
zur Rettung von bespielten Bändern.  Die  Inhalte
können   nach   der   Behandlung    kopiert    bzw.
gerettet  werden.   Danach  wird das Band wie  ge-
sagt wieder  klebrig  - allerdings  nicht  zerstört!
Das Band  kann  bei  Bedarf  nochmals  behandelt
werden. Für Ihre Zwecke einget es sich also eher
weniger, da Sie das Band ja noch länger benutzen
möchten. Gerne können Sie einen Link auf meine
Seite setzen,  das  würde mich sehr  freuen!  Falls
Sie noch weitere Fragen haben,  können  Sie  sich
gerne jederzeit an mich wenden.
Mit freundlichen Grüßen,
Andreas Weisser
...
Andreas Weisser
Diplomrestaurator
Oberlinden 14
D-79098 Freiburg
www.restaumedia.de,

 
 
Die Fehler der Tonbandamateure:

Pegel Vor- und Hinterband trotz richtiger Einmessung leicht unterschiedlich. Ausgesteuert wird nach Hinterband.

Falsch!  Die VU-Meter zeigen bedingt durch Masseträgheit nicht die Spitzenwerte sondern Mittellagen und speziell Bassimpulse an. Bänder gerade der japanischen Hersteller schwächeln ein wenig im Bass, daher eine leichte Abschwächung der Anzeige. Steuert man nun nach Hinterband aus, können die Spitzen übersteuert werden.
Gleiche Pegel zeugen von guter Klanqualität.
Nur bedingt richtig, gleiche Pegel bringen einen guten Fremdspannungsabstand, aber keinen besseren Klang. Für das subjektive Klangempfinden ist vielmehr die Vormagnetisierung sowie die Wiedergabeentzerrung verantwortlich. Den Klangpuristen sei gesagt: Wollt ihr Musik hören oder lieber auf die Aussteuerung achten?
Bei Stereoaufnahmen beide Kanäle laustärkenmäßig anpassen.
Falsch. Gerade alte Stereoaufnahmen wurden nicht unbedingt nach räumlichen Klangbild, sondern mehr nach Trennung der Instrumente abgemischt. Logisch, daß der Kanal mit dem Bass von den VU-Metern stärker angezeigt wird, Stimmen empfinden wir als gleichlaut, werden aber trotzdem leiser angezeigt. Ein gleichmäßige Aussteuerung würde zur Klangverfälschung führen.
Bei Monoaufnahmen, die in Zweikanaltechnik gesendet oder aufgenommen werden, ebenfalls die Pegel angleichen.
Falsch.  In den früheren Jahren wurde nicht immer auf die Phasenlage geachtet. Bei Einkanaltechnik gibt es da auch keine Probleme, UKW strahlt aber mittlerweile in Stereo aus, da werden die Aufnahmen im Vorfeld durch eine Phasenkorrelation geprüft. Um eine korrekte Phasenlage zu erreichen ,kann es daher notwendig sein, den einen Kanal leicht abzuschwächen. Hörbar werden diese Fehler durch ein flaues Klangbild gerade in den Mittellagen.
Aussteuerung bis 0dB.
Nur bedingt richtig. Wird überwiegend im Aufnahmestudio zur Erreichung eines optimalen Fremdspannungsabatandes angewandt. 
Nachteil: Durch hohe Aussteuerung kann es bei der Archivierung dünnerer Amateurbändern zu Kopiereffekten kommen, besser immer ein wenig darunter bleiben.
Warum keine "Glasköpfe" in der Studiotechnik.

Hier das Fazit:

Das Testergebnis gibt uns eine eindeutige Antwort. Hersteller für Studer, Telefunken oder auch Tascam wußten, warum diese Technik für die hochwertige Studiotechnik nicht geeignet ist. Selbst Akai konnte nicht einmal in Japan in den Studios mit diesen Köpfen Fuß fassen, so wurden die wenigen dort eingesetzten Maschinen wieder auf Bogen-Köpfe umgerüstet (Siehe Professionelle Studiotechnik vom Mai 1978).
Der einzige Vorteil ist die lange Lebensdauer, aber damit wurde den Akaifreunden nur Honig um das Maul geschm...
Die Erfahrung hat gezeigt, daß bei häufigem Gebrauch die Akai Maschinen kaum länger als 25-30 Jahre halten, die neuen Hartmetallköpfe halten sogar bei den etwas raueren Studiobändern die gleiche Zeit.
Der größte Schwachpunkt ist aber die Übersprechdämpfung. Gerade in der Vierspurtechnik haben wir uns doch in der Vergangenheit über das leise Durchhören der Gegenspur geärgert, bei Akai wird geschwiegen, die Glasköpfe bieten wenig Abschirmung, auch hier im Test waren in den Leerpassagen leise Übersprechgeräusche zu hören. Revox, Tascam usw. zeigten dabei keine Probleme.
Ein weiterer Schwachpunkt war der Bandabtrieb und verbunden damit die Dropouts. Die schmalen Köpfe bewirken einen stärken Banddruck und dadurch einen resultierenden stärkeren Abrieb.
Die technischen Werte konnten Sie dem Test entnehmen, sie zeigten aber, daß die von Akai vorgegebenen Werte hier nicht erreicht wurden, hat Akai da vielleicht eine andere Messphilosophie?
Akai war nicht einmal bereit, eine Maschine mit Glasköpfen in Halbspurtechnik für den Test zur Verfügung zu stellen, mehr möchten wir dazu nicht sagen.
Schade, daß ein eigentlich so renommierter Hersteller mit einer ausgeklügelten Werbekampagne  die Benutzer für dumm
verkauft.
 

 In eigener Sache.
e-Mail Anfragen, oder Gästebuch Einträge, kann ich nicht beantworten, wenn die Adressen nicht stimmen. Einige e - Mail kommen immer wieder zurück.
Also nicht "WUNDERN", wenn Euch keine Antworten erreichen sollten.
Hallo Hermann
das Kassettendeck ist heute unbeschadet bei mir angekommen. Wie nicht anders zu erwarten, war wieder mal alles perfekt. 
Das Deck hat mich wirklich überrascht. Die Tonqualität ist wirklich ausgezeichnet, vorallem wenn man bedenkt, daß es 
sich dabei um ein Kombikopf-Gerät mit Ein-Motor Laufwerk handet. Wirklich super. Ich finde, daß es bessere Aufnahmen macht als mein GX-95.
Wieder einmal muß ich mich bei dir für die hervorragende 
Verkaufsabwicklung und spitzenmäßigen Verpackung bedanken!
Viele Grüße,
Andreas